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Inmitten von Pferden

Seit einer ziemlich langen Zeit bin ich jetzt schon auf dem kleinen Pferdehof in der Nähe von Fielding und war zu abgelenkt (und zu faul, anders kann man es auch nicht sagen) um diesen Blogeintrag zu schreiben. Aber wie mit vielen Sachen im Leben man kann nicht alles immer auf schieben und jetzt wo es auf die letzten Tage hier zugeht wird es mal Zeit hierfür.

Anfangs war ich noch ein bisschen skeptisch gegenüber dem arbeiten mit Pferden, ich hatte nie Angst vor Pferden aber wenn man neben einem steht hat man wahnsinnig Respekt. Die ersten Tage lernten wir von 2 anderen wooferinen wie wir uns um die Pferde kümmern müssen. Von 8 Pferden pflegen wir 4, ein sehr altes schwarzes Pferd namens Rudgar, ein nur etwas jüngeres braunes Pferd namens Tane und um die beiden Ponys Marshmallow und Cocoa. Von den beiden Ponys ist Cocoa gut überfüttert und wird von uns auf Diät gesetzt.

In unserer gesamten Zeit hier hatten wir quasi 3 Hauptaufgaben. Die ersten Tage verbrachten wir damit Pferdescheiße von den Weiden rüber auf einen Anhänger und von dem Anhänger auf einen Haufen zu werfen, nicht nur einmal hat einer von uns da ein bisschen was abbekommen. Weiter ging es danach mit arbeiten im Garten wie Unkraut zupfen, Mulch verteilen oder Flaxe ausdünnen. Gestern hatten wir dann unseren letzten großen Job Heu machen, bei dem wir Heuballen von der Wiese in die Scheune verlagert haben (ich finde immer noch Heu an den seltsamsten stellen). Lorenz hätte wahrscheinlich alleine schon seine 15te Aufgabe fertig.

Nebenher kümmer wir uns noch um kleine Babykatzen mittlerweile um 5. 3 davon leben im Stall und werden gerade eben nicht mehr von der Mutter gestillt, weshalb dort auch jetzt die ersten Machtkämpfe über das Essen welches wir ihnen persönlich füttern ausbrechen. Noch schlimmer sind die beiden Jungkatzen die aus Ohakuni vorbeigebracht wuden und aktuell im Badezimmer leben bis sie adoptiert werden können, ich wusste nicht wie viele und wie sehr stinkende Haufen Katzen produzieren können bis ich sie kennengelernt habe.

Sich um Pferde zu kümmern ist auch gar nicht so einfach besonders wenn Tane endlich wieder kräftig genug ist das Bosspferd raushängen zu lassen, über die Zeit wurde er immer zickiger und wilder bis er innerhalb von 5 Tagen mich getreten und sich 2 Mal losgerissen hatte. Mittlerweile ist er wieder bei der Herde wo er hoffentlich in die Schranken gewiesen wird.

Und wie geht es mir hier so? Mir geht es hier sehr gut und ich bin immer mehr froh das ich mit Daniela und Tessa gemeinsam hier hergekommen bin. Um so schöner es gerade hier ist umso schlimmer wird wenn wir uns trennen müssen, aber bis dahin Versuche ich in den Tag hinein zu leben. Wir haben ja immerhin noch ne ganze Menge Zeit.

Bei meinem nächsten Eintrag werde ich wahrscheinlich auf dem Weg nach oder in Wellington sein, von wo die Reise aus weiter geht. Es liegt noch einiges vor mir, um genau zu sein eine ganze Südinsel voller schöner Orte und voller Abenteuer. Ich halte euch auf dem laufenden!


Ausblick vom Garten auf Rudgar und Tane

Die Babykatzen im Stall

Eine Antwort auf „Inmitten von Pferden“

Lieber Simon ich bin begeistert was du in dem Land so alles lernst ich musste leise grinsen Anja wollte Pferdewirt werden und hat ein Praktikum auf einen Pferdehof gemacht das Pferdeäpfel sammeln auch dazu . Gartenarbeit das finde ich gut deine Eltern werden sich freuen wenn du in eurem Garten loslegen wirst LG deine Oma

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