Neuseeland ist eine Insel, und Stewart Island ist auch eine Insel. Wer das nicht erwartet hat der möge jetzt gehen! Wo Neuseeland schon wenig Bevölkerung hat ist Stewart Island quasi unbewohnt.
Trotzdem macht die wenige Bevölkerung die es hat das ganz wieder weg und man fühlt sich wie ein Teil einer Community alleine schon wenn man über die wenigen geteerten Straßen der Insel läuft. Was vielleicht noch zusätzlich zu dem Insel feeling beigetragen hat war das ich mein Ladekabel in TeAnau gelassen hatt und keine Möglichkeit hatte mein Handy zu laden bis ich einen Freund den ich in der letzten Minute noch erreichen konnte mir die Sachen in Queenstown wiedergibt. Also ein bisschen analog!
Gerade fertig mit dem Milford Sound Cruise war nun der Rakiura Track das worauf ich mich als nächstes gefreut habe und besonders schön war das ich dieses Mal nicht auf dem Track zelten musste sondern ausschließlich in Hütten übernachten durfte. Das erste was ich also auf Stewart Island machte war mein Gepäck zu sortieren und das Zelt im Hostel zu lagern. Und schon am nächsten Morgen ging es dann los auf den Track und auch schon als aller erstes fiel ich in den Matsch. Das hielt mich aber kaum davon ab den Track an der Küste der Insel endlang zu genießen und mich bei der Hütte über mein Essen und das nur ein paar Meter entfernt grasende Reh zu freuen (beides nicht das gleiche). Der Rakiura Track ist wohl der einzige Track der in der Mitte nicht am schönsten ist, zwischen der Northarm Hut und der Port William Hut verwandelte sich der Track von einem Matschigen weg in ein Schlamm Loch und ich bewegte mich um so vorsichtiger. Auf der Mitte des Tracks traf ich dann eine Freundin aus dem selben Bus die den Track die gleichen Tage nur anders herum gelaufen ist. An der Port William Hut machte ich Bekanntschaft mit einem Backpacker aus Bergisch Gladbach meine bis dahin nächste Begegnung. Der letzte Tag des Tracks war mit Abstand der schönste endlang der schönen Strände des letzten Abschnitt.
Anders als mit laufen verbrachte ich meine Zeit auf Stewart Island damit Kiwis zu suchen, aber meine 4 Versuche spät nachts auf die Suche zu gehen zählten sich nur darin aus das ich ärgerlich wurde nur Kiwis Meter weit von mir zu hören aber nie zu sehen. Im Gegensatz dazu beobachtete ich einige Blue Penguins, Seelöwen und Kakas, große mit den Keas Verwandte Papageien. Ich wäre nicht auf Stewart Island gewesen hätte ich dort noch den Blue Cod gegessen, frittiert wie sich das nunmal gehört!