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Vietnam

Vom Land in die Stadt

Wo ich gestern noch einen Tag auf dem Land verbracht habe bin ich heute in der Stadt. Eins vorweg, die Stadt und das Land sind zwei verschiedene Welten die nur von wenigen Kilometern getrennt sind, zeitlich aber gefühlt mindestens 50 Jahre Unterschied haben.

Aber ich erzähle erstmal von meinem 2.Tag in Vietnam. Ich bin erstaunlich ausgeschlafen aufgewacht, dafür das ich um 6:30 geweckt wurde und ich ohne Decke auf einem Brett geschlafen habe (so hat es sich jedenfalls angefühlt). Nach dem Aufstehen sind wir ein bisschen durchs Dorf gelaufen und haben bei einer kleinen Garküche gefrühstückt. Ich weiß gar nicht wie ich es beschreiben soll, ich war in einer anderen Welt und dieses Dorf ist genau das gewesen was man sich vorstellt wenn man an ein Ländliches Dorf in Vietnam denkt. Nach dem Frühstück, es gab Schweinefleisch in Fischsoße und Reisnudelrollen und dazu hat man Minze gegessen und ich muss sagen es war gar nicht Mal so schlecht!

Unsere Pause im Sturzregen Vietnams

Kurz nachdem wir fertig waren hat uns dann aber der Regen eingeholt den ich bis jetzt so sehr vermieden habe und es hat aus allen Wolken angefangen zu schütten. Manchmal war es wie stärker Regen in Deutschland und ab und an kam es mir vor als würde jemand eimerweise Wasser über die Welt kippen! Wir haben uns in der Zeit bei einem Freund meiner Gastgeber untergestellt und ich habe von meiner Heimat und Familie ein bisschen erzählt. Irgendwann hat sich dann der Regen gelichtet und wir konnten uns endlich auf den Weg machen.

Meine Gastgeberin und ihr Man im Regen

Mit dem Roller haben wir uns dann also auf den Weg gemacht zur uralten Stadt Co Loa. Mit dem Roller durch den Regen war alleine schon eine Erfahrung. Seit ich in Vietnam bin und auf jedes Mal wenn ich auf dem Roller mitfahre denke ich, ich muss sterben. Jeder fährt wo er will und wie er will, weder Fahrspuren noch Ampeln werden respektiert und wenn man an eine Kreuzung kommt hupt man einfach um zu sagen: „hier bin ich geht mir aus dem Weg während man sich durch die Massen an Autos und Rollen durchfädelt. Um ehrlich zu sein so stressig es auch ist, es macht doch auch Spaß mit dem Roller zu fahren!

Die Pagode für den König in Co Loa

Bei Regen haben wir dann die Zitadelle und die Pagoden von Co Loa erkundet und es war so ruhig und schön. Es gab so viele Flüsse und Seen in Co Loa und die Pagoden waren wunderschön. Mir wurde sogar beigebracht wie man für Glück betet und ich habe ein paar Dong gespendet. Dann sind wir weiter und haben ein Dorf besucht in dem man Reisnudeln traditionell herstellt. Man hat so viel Respekt vor diesem einfachen Leben das es im Ländlichen Vietnam gibt. Jede Familie hat ihren Job und fast alles wird von Hand gemacht, die Menschen machen das Beste aus ihrem Leben. Nachdem wir ein bisschen durch das Dorf gefahren sind haben wir dann auch eine Familie gefunden die uns gerne gezeigt hat wie die Reisnudeln gemacht werden. Wir wurden so freundlich aufgenommen und durften uns alles angucken!

Das Schlachtfeld währen des Mahls

Den Abend haben wir dann auf der Farm meiner Gastfamilie verbracht und haben traditionell ein ganzes Huhn in Bananenblättern und Matsch gekocht und dann gegessen, das war das erste Mal das ich genau gesehen habe wie alles abläuft, vom Stall bis in den Mund. Es war so schwer Abschied zu nehmen von der Familie aber am späten Abend musste ich dann doch weiter in die Stadt! Von meiner Erfahrung in der Stadt berichte ich euch heute Abend.

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