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Vietnam

It’s raining somewhere else

Gerade sitze ich auf dem Balkon im 10.Stock des Viethome Hanoi und lausche dem Gewitter das gerade um mich herum wütet. Morgen Abend geht es schon wieder nach Hause und das zu dem Zeitpunkt an dem ich mich am wohlsten mit der Vietnamesischen Kultur fühle (ich habe gestern das erste Mal seit 27 Tagen wieder mit messer und Gabel gegessen und es war nicht so schön anzusehen). Morgen lasse ich mich nochmal zu Abschluss massieren und dann heißt es bis bald Vietnam. Aber als erstes erzähle ich hier noch ein bisschen von meinem Tag bei den Ruinen von My Son. Begonnen hat der Tag um einiges später als geplant. Was eigentlich Abfahrt um 7:00 hieß wurde mehr so zu 9:00. Unter anderem waren Phuong und der Motorradverleih schuld. Richtig wir haben uns entschieden den Weg von 50km durch den vietnamesischen Verkehr mit dem Roller zurück zu legen. Nicht nur einmal waren mir die Situationen im Straßenverkehr zu heiß und das lag nicht an den 36°C uns der prallen Sonne, aber wir sind gesund und munter doch am Ziel angekommen. Während der Rest der Truppe sich entschieden hat den Ba Na Hills Freizeitpark zu entdecken und ein anderer Teil den Tag am Strand verbringen wollte, hatten wir 4 uns entschieden die Tempelruinen zu erkunden. Was ich jedoch nicht erwartet habe war eine kleine Bühne auf welcher genau als wir ankamen ein paar Tänze und Lieder vorgeführt wurden. Teil Eins bestand aus Rhythmischem Trommeln und einem Tanz mit Fächern und besagten Trommeln (Frauen die Fächer und Männer die Trommeln). Weiter ging es mit einem Mann (wohl sehr berühmt in den Dörfern) welcher mit scheinbar endlosem Atem in eine Tröte blies. Es war schon beeindruckend aber besonders toll war das nicht, im Gegensatz zum letzten Teil. Mit einem Mal hüpften 5 vermummte Gestalten auf die Bühne. Unter den Tüchern versteckt waren 5 junge Vietnamesinnen die in weniger bedeckenden Kleidern einen Tanz aufführen der viel mit hin und her biegen und Bewegungen der Händ zu tun hatte. Alles in allem war die Show sehr schön anzusehen.
Auf Entdeckertour durch die Ruinen
Weiter ging es dann doch noch mit den Tempelruinen und einem riesigen Schwall an Touristen. Ich glaube wir haben genau die falsche Zeit erwischt um anzukommen. In jeder Ecke stand jemand und alle wollten Fotos machen aber niemand konnte vor lauter Menschen. Ich hab mich schon von guten Fotos verabschiedet, aber plötzlich, nach dem wir an der ersten Ruine Pause gemacht hatten, zogen wie im Gleichschritt alle Menschen weiter. Die Ruine war plötzlich bis auf wenige Menschen leer und wir konnten in Ruhe die beindruckenden Rückstände der alten Tempel beobachten. Es ist jedes Mal besonders eine Ruine von diesem Ausmaß zu sehen und zu erkunden. Ich hoffe die Bilder geben das Gefühl des entdecken welches ich beim Fotografieren hatte wieder.
Nachdem alle gegangen waren war es viel einfacher gute Bilder zu machen
Fotografieren ist ein guter Stichpunkt, den nach den Ruinen war es früher als erwartet und von Phuong hatten wir genau den Tip den wir brauchten. Alte Gebäude um Tonziegel zu brennen mit der Treppe ohne Geländer um das Gebäude herumgezogen. Trotz der Schilder welche es uns verbieten sollten waren wir förmlich gezwungen hochzuklettern, an den 4 abgebrochenen Stufen vorbei, und Fotos aufzunehmen. Ganz geheuer waren mir die kleinen Betonstufen nicht aber die Fotos sind gut geworden.
Auf dem roten Schild steht groß, dass man weder hochklettern noch Fotos machen darf
Als wäre das nicht genug für den Tag gewesen verbrachten wir den Abend dann in Hoi An. Ich habe einen kleinen Reiseblog gelesen der die Stadt Hoi An als „wundervoll touristisch“ beschreibt und ich kann das respektieren. Die Stadt ist voll mit schönen alten Brücken, Gebäuden und Tempeln. Die Straßen sind gefüllt mit Blumen und Abends leuchten von überall Laternen durch die kleinen Gassen. In der Altstadt darf kein Motorrad gefahren werden aber das ist auch bei den ganzen Menschenmassen am Tag nicht möglich und so schön ich die Gassen auch fand, war mir Hoi An doch ein bisschen zu touristisch und voll.
Hoi An bei Dämmerung ist einfach magisch
Sehr spät Abends ging es dann für mich noch Dank Till mit einem Bier an den Strand, den Abend ausklingen lassen. Wie das aber bei Backpackern so ist haben wir eine kleine gemischte Gruppe aus einem Franzosen einem Schweizer und zwei Tunnesierinen kennengelernt und noch ein wenig gemeinsam getrunken. Kurz bevor ich, nach einem so langen Ereignissreichen Tag, zusammengebrochen wäre habe ich mich dann doch ins Bett geschleppt und ich habe geschlafen wie ein Stein!
Einer der vielen Laternenläden von Hoi An

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