So und wieder beweise ich das man auch solche Kleinigkeiten wie ab und zu einen Blog Eintrag zu schreiben sehr schnell vernachlässigt wenn man sich zu viel ins Reisen vertieft! Ich Versuche mich zu bessern aber so lange müsst ihr mit der Unwissenheit leben das es mir hier warscheinlich sehr gut geht bis ich euch bestätige.
2. Der Heaphy Track – So stand ich also am Anfang des Heaphy Tracks, einem der 9 Great Walks, durch den Kahurangi National Park. Vor mir lagen nun 82Km Wildniss ohne Supermarkt, ohne Autos und ohne ein Bett in dem ich warm, weich und gemütlich schlafen kann. Von der Westcoast bis zur Golden Bay war nun alles was ich brauche in meinem Rucksack und ich hatte schon dort das Gefühl das mein Rucksack zu schwer war.
Tag 1: Am ersten Tag nach dem Hitchheiken ging es ab Mittag auf den Track, zwar war ich das laufen mit Rucksack noch nicht gewöhnt dennoch war er Recht einfach die Strecke zu laufen und der Blick endlang der wilden Küste hat mir den Energieschub gegeben den ich brauchte. So lief ich Stunden lang, kam an Klippen vorbei und brachte den 20 Minute Beach in 17 Minuten hinter mich. Trotz meiner Füße die nach 4 Stunden rebellierten und auf den letzten Kilometern echt weh taten kam ich gut an der Heaphy Campsite an. Dort hatte ich dann meine erste Begegnung mit meinem vorbereiteten Camping Essen (geradezu genießbar) und den Massen an Sandflies (ein bisschen unerträglich) aber auch den Wunderschönen Sonnenuntergänge der Westcoast! Auch die erste Nacht im Zelt habe ich gut geschlafen, der Track hat gut angefangen, von hier an konnte nur alles bergauf gehen
Tag 2: Und genau das passierte dann auch, nach einem kurzen Frühstück, lecker Haferbrei, und nach dem ich das Zelt abgebaut, getrocknet und eingepackt habe ging es guter Wege auf und weiter. Am Morgen verlief der Track durch den Neuseeländischen Urwald mit überwucherten Felsen und endlang des Heaphy Fluss. Die Strecke war ziemlich schön, bis zu dem Punkt an dem es nur noch Berg auf ging. Das laufen das so lange von selber funktioniert hat wurde Kilometer für Kilometer schwerer und nach einer Weile musste ich mich alle 15 Minuten ausruhen. Gleichzeitig wendete sich das Wetter, would ich am ersten Tag noch strahlend blauen Himmel hatte, hatte ich nun Wolken und Nieselregen. Und bis ich an dem Schild 3Km bis zur nächsten Hütte ankam, kam es mir vor als liefe ich den ganzen Tag. Im anfangenden Regen stellte ich dann mein Zelt so gut es ging auf der Holzplatte auf und befestigte es mit den spärlichen Riemen dort. Das schwerste an den Abend war es aufzustehen um zu kochen aber eventuell siegte der Hunger. Die zweite Nacht schlief ich nicht so gut auf dem ungemütlich Holzboden und meiner Schlechten Matte.
Tag 3: Ohne viel geschlafen zu haben war meine Laune am nächsten Morgen wieder deutlich besser, die Sonne schien wieder und nach meiner Planung hatte ich einen entspannenden Tag durch die Hochebene vor mir. Den gesamten Abend und morgen verbrachte ich als einziger auf der Mackay Campsite bevor ich dann heute Recht spät aufbrach. Nach dem anstrengenden Tag bergauf war nun das laufen auf dem ebenen Weg um einiges entspannter und ich hatte mehr Kraft mich auch Mal gemütlich hin zu setzen und ein wenig zu zeichnen. Eine ander Besserung war das ich angefangen hab Musik zu hören anstatt wie am Vortag immer einzelne Liedzeilen monoton zu wiederholen. Kurz bevor ich an meiner nächsten Campsite ankam machte ich einen Abstecher zu einem Wasserfall, in mitten einer Fels Kuppel duschte ich im klaren Bergwasser. Den Abend verbrachte ich an der Gouland Downs Hütte und Campsite wo wir mit der Rangerin bis spät in die Nacht uns unterhielten und bei einem heißen Tee nach den Kiwi Rufen horchten.
Tag 4: Die Nacht war Kalt und mit Kalt meine ich sehr Kalt. Ich habe in meiner gesamten Kleidung geschlafen und allem was ich dabei hatte aber nichts hat geholfen. Ein kleiner Hoffnungsschimmer waren die Handwärmer um meine Fußspitzen so weit warm zu halten das schlafen doch noch möglich war, ich hab nicht erwartet das die Temperaturen so tief fallen in der Nacht und so stand ich zitternd morgens früh neben meinem Zelt und beobachtete wie die Sonne den Hochnebel der Nacht goldend tränkte. Trotzdem ich brauche für den nächsten Track den ich mache mehr was mich warm hält! Am letzten Tag auf dem Track ging es erstmal weiter hoch bis zum Höchsten Punkt der Heaphy Tracks, heraus aus der Gouland Downs Schüssel und endlang der Berge ins Tal ans Ende meiner Route. Doch schon wieder, so schön der Anfang des Tagesmarsch auch war um so mehr zog sich der abstieg durch den Neuseeländischen Laubwald dessen Monotonie nur ab und zu von den Seltenen Blicken auf die gegenüberliegenden Berge durchbrochen wurde. Unten dann angekommen und total fertig erledigte sich auch mein Plan von dort wieder weg zu Hitchheiken. Der Parkplatz war nur von zwei einsamen Autos bewohnt welche seit Tagen nicht mehr bewegt wurde. Dennoch nutzte ich die Einsamkeit dort zu meinem guten und entschied mich anstatt mein Zelt auf zu bauen die Nacht in der Hütte zu verbringen bevor ich am nächsten Morgen 60$ für den Bus zahlte um wieder in die Zivilisation zu kommen.